Mein Weg
Meine Kindheit im südlichen Afrika prägt mich enorm. Weltblick. Weitblick. Die kindlichen Naturerlebnisse nähren mich bis heute und ließen mich später Biologie studieren. Apartheid. Ausgrenzung. Ich habe gelernt: Es ist unser Anderssein, das uns am Leben erhält.

Im Alter von 15 Jahren bekam ich die Diagnose: „Tumorgewächs an der Wirbelsäule“. Ich werde die Tage, an denen ich auf den Histo-Befund wartete, nie wieder vergessen. Mein Tiefpunkt wurde zum Wendepunkt in meinem Leben, denn der Tod gibt dem Leben eine Richtung.
In meinen Jugendjahren pflegte ich einen Traum: Ich will zurück nach Afrika. Eines Tages machte das aber einfach keinen Sinn mehr. Es heißt, dass die einzige Konstante im Leben die Veränderung ist. Ich sage: wer lebt, bleibt eben nicht stehen. Erst unsere geistige und körperliche Beweglichkeit machen unser Leben lebendig. Leben ist Bewegung und Bewegung ist Leben.
Beruflich verbrachte ich einige Jahre in der Pharmabranche. Mein Umzug nach Kärnten schenkte mir eine neue Heimat, wo ich auch meinen geliebten Mann kennenlernte. Wer sucht, der findet, und der Zufall ist oft der Ort, an dem die Wunder liegen. Es folgten Hochzeit und die Geburt von zwei Kindern, und ich erkenne, dass das Leben besonders dann sinnerfüllt wird, wenn wir uns einer bestimmten Aufgabe oder einem Menschen hingebungsvoll widmen. Sinn im Leben wird nicht erfunden, sondern gefunden.
All diese Erfahrungen – Kindheit, Krankheit, berufliche Wege und persönliche Wendepunkte – haben mir gezeigt, dass unser Leben nicht nur aus Ereignissen besteht. Unsere gesamte Lebensgeschichte ist in unserem Körper gespeichert und prägt unser Denken und Fühlen und die Art und Weise, wie wir durchs Leben gehen. Wie einer sich bewegt, so ist sein Sinn im Leben. Verkörpertes Sein. Die mit Abstand faszinierendste Erfahrung für mich: die bewusste Verbindung mit dem eigenen Körper und die damit verbundene Reise zum eigenen Selbst.

Heute lebe und arbeite ich hingebungsvoll und vertrauensvoll in Klagenfurt am Wörthersee. In der Lebensberatung und Körperarbeit darf ich meine Leidenschaften ausleben, die sich aus meiner persönlichen Lebensgeschichte über viele Jahre hinweg entwickelt haben. Nicht was wir tun, sondern warum wir etwas tun, ist entscheidend.